Gert Loschütz

Die Beerdigung

(aus Heft Nr. 192, S. 442-459)

Heute glaube ich, dass ihre Geschichte an dem Tag begonnen hat, an dem er abends später nach Hause kam als sonst. Es war, nehme ich an, im Spätherbst 1956, ein Tag Ende November, an dem es früh dunkel wurde, der Ungarnaufstand lag ein paar Wochen zurück, zitterte aber in den Gedanken nach. In der Küche brannte Licht, es war windig, am Fenster wischten die Äste der Kastanie vorbei, in denen noch ein paar rostfleckige Blätter hingen.

Als sie das Auto hörte, mit dem er nach Hause gebracht wurde, wenn er abends so lange im Werk blieb, dass er den letzten Zug nach Bergzow nicht mehr erreichte, stand sie auf, ging durch den Korridor ins Wohnzimmer und trat ans Fenster. Sie sah, wie er ausstieg, sich zum Auto hinabbeugte und ein paar Worte mit Radinke wechselte, dem Fahrer, bevor er sich umdrehte und aufs Haus zuging. Gleich danach hörte sie den Schlüssel in der Verandatür, seine Schritte im Treppenhaus, und als er hereinkam, sagte sie, dass sie es leid sei.

„Ich bin die Angst leid, die ich jedes Mal ausstehe, wenn du später nach Hause kommst. Jedes Mal stelle ich mir vor, dass du verhaftet worden bist. Oder dass du dich vor irgendwelchen Idioten, die dir nicht das Wasser reichen können, rechtfertigen musst. Das hast du nicht nötig. Komm, lass uns gehen. Noch sind wir jung.“

Die Heftigkeit, mit der sie sprach, erschreckte ihn. Sie zeigte ihm, wie viel Angst sich in ihr angesammelt hatte, Angst, aber auch Überdruss. Es war nicht das erste Mal, dass sie davon anfing, das hatte sie schon früher getan, aber nie mit dieser Heftigkeit. Er schloss die Küchentür, damit jemand, der zufällig durchs Treppenhaus ging, nicht mitbekam, worüber sie sprachen.

„Lass uns noch warten“, sagte er.

Aber das wollte sie nicht. Sie hatte Angst um ihn, um sich, um den Jungen, der in seinem Zimmer schlief, um die Zeit, ja, auch um die Zeit. Sie hatte ein Gefühl für die Zeit bekommen, dafür, wie sie verrann. Sie sah es an den Zentimeterstrichen, die sie an der Tür anbrachte, um zu messen, wie viel der Junge gewachsen war, jeder neue Strich bedeutete, dass die Zeit ein wenig abgenommen hatte, und sie sah es an sich selbst. Ihr Aussehen veränderte sich, ihre Arme, die ein wenig zu dünn gewesen waren, rundeten sich, zwei Linien zogen sich von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln herab, unter den Augen lagerten sich Fältchen an, ihr weiches, auf den frühen Fotos noch unfertiges Gesicht verfestigte sich, in dieser Zeit wurde es vielleicht erst zu einem Gesicht, wohingegen das vorige, das sie zum Maßstab nahm, eine Larve gewesen war, eine Verpuppung, unter der jetzt das richtige zum Vorschein kam, womöglich wurde sie schöner, als sie es vorher war, merkte es aber nicht, oder wenn sie es merkte, dann schürte es ihre Unruhe noch. Im Herbst zogen die russischen Panzerkolonnen auf dem Weg ins Manöver durch die Stadt und rissen mit ihren Ketten die Pflastersteine aus den Straßen, Gerüchte schwirrten herum, die Grenzen würden geschlossen, der Junge kam bald in die zweite Klasse, überm Haus flogen die Flugzeuge nach Westen, und innen, im Haus, verging die Zeit.

„Bitte“, sagte sie.

Er zögerte, doch dann gab er nach und fuhr über die Grenze, das ging ja noch, das war noch möglich, er wollte sehen, wie es im Westen zuging, im richtigen Westen, nicht in Westberlin. In Hannover wohnte ein Freund, der ihm manchmal Nachrichten zukommen ließ, kleine Briefe, in denen stand, es ginge ihm gut. Dahin fuhr er, nach Hannover, zu diesem Freund.

Ende Januar, ein eisiger Regen fiel.

Sie brachte ihn unterm Schirm zum Bahnhof. Bevor er in den Zug stieg, umarmte sie ihn, und als sie durch die Stadt zurückging, dachte sie daran, wie er jetzt, eingeschlossen in dem verrauchten Abteil, auf die fremde Stadt zurollte, die in ihrer Vorstellung nur ein kleines Stück vor Hamburg lag.

Sie hielt den Schirm schräg gegen den Regen, der in Böen herantrieb, so dass sie gerade das Wegstück vor ihren Füßen sah, die schwarzen Steinköpfe des Bürgersteigs, die Asphaltrillen des Brückenanstiegs, den gestampften Sandweg mit den Pfützenlöchern im Park, die helleren Feldsteine schließlich, als sie in ihre Straße einbog. Sie duckte sich unter den Schirm, und so kam sie, ohne etwas zu sehen, an all den Häusern vorbei, die sie kannte, an Mills Warenhaus (das noch immer so hieß), dem Kinopalast, der Backsteinkirche, den niedrigen Landarbeiterkaten und den Ackerbürgerhäusern mit ihren Verzierungen über den Türen und Fenstern.

Aber, dachte ich, als ich Jahre später denselben Weg ging, sie hätte auch dann nichts gesehen, wenn sie den Schirm nicht gehabt hätte: da sie die Stadt ihr ganzes Leben lang gesehen hatte, muss es so gewesen sein, dass sie blind dafür war, wie auch ich, wenn ich nur eine Weile in einer Stadt blieb, blind für sie wurde, nicht aus Achtlosigkeit, sondern aus Gewöhnung.

Er hatte zwei Tage wegbleiben wollen, aber dann wurden es drei, und dieser dritte Tag war es, der der Sache eine Wendung gab, mit der sie nicht rechnen konnte.

Er war mit neunzehn Jahren Soldat geworden, Berufssoldat. Als der Krieg zu Ende ging, war er sechsundzwanzig, und seine Freunde waren ebenfalls Soldaten gewesen, er hatte sie in der Zeit, in der er Soldat war, kennengelernt; andere hatte er nicht, keinen, mit dem er über die wirklich wichtigen Dinge sprechen konnte, sie waren tot, gefallen, vermisst, einer der wenigen, die überlebt hatten, war der, zu dem er an diesem Januartag fuhr.

Er hatte kaum etwas mitgenommen, nur das, was man für einen Tag, eine Nacht und noch einen Tag braucht. Er hatte einen Anzug an, einen Mantel, und in der Aktentasche, die er, da kein Platz im Gepäcknetz war, auf den Knien hielt, steckten sein Rasierzeug, die Zahnbürste, Seife und Kamm, das war alles.

Es regnete die ganze Fahrt über, und es regnete noch immer, als der Zug in Hannover ankam. Sein Freund wartete auf ihn am Bahnsteig, zu seiner Überraschung in Uniform, die er zuerst für die eines Wachmanns hielt, so grau und unscheinbar kam sie ihm vor. Dieser Freund, der in seinen Erzählungen immer nur als der Freund erschien – als Freund oder Kriegskamerad – und den ich deshalb am besten so nenne, Major Freund, war, nachdem er es in verschiedenen Berufen versucht hatte und in allen gescheitert war, in die eben gegründete Bundeswehr eingetreten. Sie fuhren in Freunds Wohnung, und nachdem er ihm erzählt hatte, dass er daran denke, in den Westen zu gehen, sagte Freund: „Dann kommst du zu uns.“

„Zu euch?“, fragte er.

„Ja, zu uns.“

Das hatte er schon einmal gehört. In dem Stahlwerk, in dem er arbeitete. Es lag noch kein halbes Jahr zurück, als zwei Männer in sein Büro gekommen waren und gesagt hatten: Komm zu uns, Leute wie dich brauchen wir.

Sie trugen die Uniform der Kasernierten Volkspolizei, die noch keine Armee war oder, obwohl sie schon eine war, noch nicht so genannt wurde, und als sie wieder gegangen waren, war Kabusch eingetreten, der Parteisekretär des Werks, und hatte dasselbe gesagt: Georg, du musst, es ist deine Pflicht.

Kabusch war ein Mann mit großen fleischigen Händen, die er beim Sitzen auf seine Knie legte. Ich kannte ihn. Einmal hat er uns in Bergzow besucht, und da hatte ich seine Hände gesehen, die wie Fleischhügel auf seinen Knien lagen, daran erinnerte ich mich. Er saß ihm mit seinen großen Händen gegenüber und sagte: „Georg, es ist deine Pflicht.“ An diesem Tag sagte er es und an den folgenden Tagen, jedes Mal wenn sie sich trafen, sagte er: Georg!

Aber er wollte nicht. Oder nicht mehr. Und schließlich, da Kabusch nicht von ihm abließ, ging er zu einem Arzt, den er gut kannte und der, was wichtiger war, mit dem Werksarzt befreundet war, der auf jeden Fall zu Rate gezogen werden musste, und beide stellten ihm ein Attest aus, in dem stand, dass er krank sei (das Herz, die Lunge), für den Dienst in der Armee nicht geeignet, nicht mehr, und dieses Attest legte er Kabusch vor.

So hatte er sich in Bergzow aus der Affäre gezogen, nun aber, in Hannover, zögerte er.

Wenn, dachte er, wenn wir tatsächlich – wäre es dann nicht vernünftig, Freunds Vorschlag in Erwägung zu ziehen? Und während er noch überlegte, sagte der: „Ich weiß, was wir machen.“

„Nun?“

„Wir fahren nach Bonn.“

„Nach Bonn?“

„Ja, ins Ministerium.“

Und das taten sie. Am nächsten Morgen fuhren sie in Freunds Auto nach Bonn.

Sie stiegen die Treppe zur Personalabteilung hinauf, Freund in Uniform, er in Zivil. Und nachdem er mit ein paar Leuten, die dieselbe Uniform trugen wie Freund, gesprochen hatte, dachte er dasselbe wie in Bergzow: Nein, das ist nichts für mich. Doch das sagte er nicht. Das behielt er für sich. Wie um sich eine Hintertür offen zu lassen (oder um Freund vor diesen Leuten nicht als Wichtigtuer erscheinen zu lassen, der ihnen jemanden angeschleppt hatte, der gar kein Interesse an ihren Vorschlägen hatte), hörte er sich alles an und nickte. Erst als sie wieder die Treppe hinabstiegen, schüttelte er den Kopf. „Wie?“, sagte Freund und sah ihn an. Aber er blieb dabei.

„Nein“, sagte er, „tut mir leid.“

Sie fuhren nach Hannover zurück, Freund brachte ihn zum Bahnhof, die ganze Zeit über sprachen sie kaum zwei, drei Worte miteinander, so sehr war Freund von ihm enttäuscht. Er ließ ihn aussteigen, machte sich aber nicht die Mühe, ebenfalls auszusteigen. Als Georg sich noch einmal umschaute, um ihm zu winken, war er schon um die Ecke gebogen. Es war abends gegen elf, der letzte Zug nach Magdeburg war längst abgefahren, und so ging er in den Wartesaal und setzte sich auf eine Bank. Er schlief im Sitzen, die Aktentasche auf den Knien, und fuhr am nächsten Morgen nach Bergzow zurück.

Damit hätte die Geschichte zu Ende sein können, aber tatsächlich begann sie jetzt erst. Jedenfalls sah er es so, für ihn begann die Geschichte mit dem Brief, der ein paar Wochen danach in Bergzow eintraf, während ich denke, dass sie viel früher begonnen hat, mit seiner Unentschiedenheit, mit seinem Versuch, sich alle Möglichkeiten offen zu halten, obwohl er doch wusste, dass ihm die eine, die ihm Freund anbot, verschlossen war.

Oder begann sie mit ihrer Angst um ihn? Ich meine nicht die Angst, die sie wegen des Briefes, der dann kam, um ihn ausgestanden hat, sondern die Angst, die sie vorher um ihn hatte, wenn er nachts nicht nach Haus kam, weil er wegen einer Sitzung im Werk festgehalten wurde, eine dieser nie enden wollenden Sitzungen, bei denen es um Produktionssteigerung bei gleichzeitigem Mangel an Rohstoffen und Lieferschwierigkeiten ging, um all das, wofür ideologische Sündenböcke gebraucht wurden. Diese Angst, die sie bewogen hatte, zu sagen: Wir müssen hier weg. Auch mit dieser Angst kann es begonnen haben, mit der ihrer Liebe zu ihm entsprungenen Angst, so dass man also vielleicht sagen könnte, dass ihre Liebe es war, die ihre Liebe zerstörte.

Wie auch immer, die Flucht war abgesagt. Noch bevor sie begonnen hatte, war sie zu Ende.

Doch dann kam der Brief. Eines Morgens lag er auf dem Tisch. Er sah ihn sofort, als er in die Veranda kam. Jemand hatte ihn aufgehoben und auf den Tisch gelegt. Das war nichts Ungewöhnliches, dass die Post auf dem Tisch lag. Es wohnten drei Parteien im Haus, man kannte sich, wenn auch nicht gut, man sah sich im Hof, auf der Treppe, man betrat das Haus durch die Veranda und ging durch die Veranda auf die Straße. Manchmal, wenn man jemanden in der Veranda traf, setzte man sich einen Moment und redete über Dinge, die das Haus betrafen.

Der Briefträger kam gegen zehn, warf die Post durch den Schlitz in der Tür, sie fiel auf den Boden, und der erste, der sie dort liegen sah, hob sie auf und legte die Briefe, die nicht für ihn bestimmt waren, auf den Tisch, und so hatte es jemand auch mit diesem Brief getan.

Es war nur einer, der dort lag, ein blauer Umschlag mit einem roten Stempel, der ihm sofort ins Auge stach, oben links stand Nur zustellbar innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin. Und als er den Brief umdrehte, sah er den Absender, Der Bundesminister für Verteidigung. Dieser Brief war nach Bergzow geschickt worden, an seine Adresse. Die Briefsortierer hatten ihn in den Händen gehalten, der Briefträger hatte ihn ausgetragen und durch den Schlitz in der Tür geworfen, jemand hatte ihn auf dem Boden liegen sehen, aufgehoben und auf den Tisch gelegt. Die Tür zum Treppenhaus stand offen, ebenso die Tür zur Wohnung, er hörte seine Frau in der Wohnung herumgehen. Er zog die Tür zu, setzte sich auf einen Stuhl und riss den Umschlag auf.

An diesem Tag war er zu Hause geblieben. Vielleicht war das der Grund, warum er noch nicht verhaftet war. Er war nicht ins Werk gefahren, weil es der Tag war, an dem er zu einer Beerdigung gehen musste. Während er da saß, konnte er sich genau vorstellen, wie die Sache ablaufen würde. Kabusch würde ihn unter einem Vorwand in sein Zimmer rufen lassen, und nachdem er ihn aufgefordert hatte, sich zu setzen, würden, beinahe lautlos, zwei unauffällig gekleidete Herren eintreten und neben der Tür stehen bleiben.

Kabusch würde die Hände auf die Knie legen, sich vorbeugen und ihn ansehen, und während Kabusch noch mal auf das Attest zu sprechen kam, den Herzfehler, den Lungenschatten, würden die beiden, ohne sich einzumischen, hinter ihm an der Tür stehen. Er würde wissen, dass sie da sind, aber sie würden so tun, als wären sie nicht da, und dadurch würde er ihre Anwesenheit erst recht spüren. Später, wenn das Gespräch auf den Westen kam, würden sie anfangen, ebenfalls Fragen zu stellen. Sie würden zwei Stühle heranziehen und sich neben ihn setzen, der eine links von ihm, der andere rechts. Irgendwann würde Kabusch hinausgehen, und dann würde er mit ihnen allein sein.

Es war Mitte April, aber schon warm, die Sonne schien, die Veranda war rundherum verglast, die Sonne heizte den kleinen Raum auf wie ein Gewächshaus. An der Wand lehnte der Kranz, den er zur Beerdigung mitnehmen wollte, in der Hitze strömten die in die Tannenreiser geflochtenen Blumen einen süßlichen Geruch aus, der ihm den Atem nahm. Die ganze Veranda war von diesem widerlich süßen Geruch erfüllt.

Es war am Vormittag, die Beerdigung sollte am frühen Nachmittag stattfinden, um 14 Uhr. Inzwischen war sicherlich aufgefallen, dass er nicht ins Werk gekommen war. Sie werden die Busch gefragt haben, seine Sekretärin, ob sie wisse, wo er ist. Und sie wird geantwortet haben: Zu Hause.

„Er hat sich doch frei genommen, weil er zu einer Beerdigung muss.“

Dann, dachte er, sind sie jetzt auf dem Weg. Das Werk lag dreiundzwanzig Kilometer von Bergzow entfernt. Sollte er überhaupt zur Beerdigung gehen, oder wäre es nicht vernünftiger, hier zu warten? Ja, das wäre vielleicht das Beste. Sonst könnte es sein, dass sie zum Friedhof kommen, und das wollte er nicht. Es war ein guter Bekannter, der beerdigt wurde, beinahe ein Freund, und Lilo, die Witwe, die beste Freundin seiner Frau; und wenn er nicht wollte, dass die Beerdigung gestört wurde, wäre es sicherlich das Beste, hier auf sie zu warten.

Dann aber, als sie am Mittag noch immer nicht aufgetaucht waren, um ihn abzuholen, als es gegen halb zwei Zeit wurde, sich auf den Weg zu machen, ging er doch, und zwar aus demselben Grund, aus dem er überlegt hatte, zu Hause zu bleiben. Es war nicht irgendjemand, der beerdigt wurde, sondern Richard, der Mann von Hertas bester Freundin. Er konnte nicht einfach zu Hause bleiben. Und wenn sie jetzt noch nicht aufgetaucht waren, hatten sie die Verhaftung ja vielleicht um einen Tag verschoben, um sie nicht hier vorzunehmen, in Bergzow, wo sie Aufsehen erregen würde, sondern im Werk. Er war ein wichtiger Mann in der Verwaltung, Parteimitglied, stellvertretender Direktor, das könnte bei ihren Überlegungen eine Rolle gespielt haben. Beinahe sah es so aus.

Er zog den dunklen Anzug an, seine Frau das schwarze Kleid, und als sie die Wohnung gerade verlassen wollten (sie stand schon in der Tür), ging er noch einmal zurück, trat ins Wohnzimmer und sah sich um. Der Brief lag auf dem Tisch, dort konnte er ihn nicht liegen lassen. Aber wohin damit? Er öffnete den Schrank, zog die Schubladen heraus. Sollte er ihn in das Fach mit den persönlichen Unterlagen legen, zwischen die Fotos oder, vielleicht besser, in den Schlafzimmerschrank unter die Wäsche? Schließlich hob er den Teppich an, schob ihn unter den Teppich und stellte einen Stuhl darauf, genau auf die Stelle, unter der der Brief lag.

...

Hinweis: Der vollständige Text ist online nur für Abonnenten sichtbar.